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What the *beep* is West Coast Slalom?

Seit einigen Jahren geistern die Begriffe „New School“ und „West Coast Slalom“ durch die sich zwangsläufig wiederholenden Artikel des WATERSKI MAGAZINES und durchs Internet. Die erläuternden Fotos zeigen Protagonisten, die sich darauf zu konzentrieren scheinen, ihre Körper in höchstem Maß zu verbiegen.

Was soll das bringen?

Vorweg sei festgestellt, dass die beiden Begriffe ein und dasselbe meinen: eine Strömung der Slalomtechnik, deren Vertreter eben nicht der Meinung sind, dass sie das Rad neu erfunden haben und deshalb die Bezeichnung für ihr Konzept nach dem räumlichen Ursprung bevorzugen: der amerikanischen Westküste.

Ausgeklügelt und entwickelt hat diese Ideen der vielfache Weltmeister und Weltrekordhalter Mike Suyderhoud aus Kalifornien (geboren 1950 in den Niederlanden), der Zeit seiner Karriere eher als ungestümer Kraftlackl denn als Techniker gegolten hat.

Ab 1993 begann er, sich Gedanken zu machen, wie man sich für unseren Sport die Gesetze der Physik zu nutze machen kann.

Und anhand zweier junger Talente hat er langst bewiesen, dass seine Methoden zu großartigen Ergebnissen führen können.

Seine beiden Schützlinge haben bei – für Weltklasseathleten unserer Sportart - geringer Körpergröße schon oft für Erstaunen gesorgt: Markus Brown gewann z.B. das traditionsreiche Moomba Masters, Terry Winter (mit nur 175 Zentimetern ein Slalom-Zwerg), entschied 2006 das Pro Slalom Shootout mit 3 Bojen bei 10,25 vor der vollzähligen Weltelite für sich.

Aber die Liste der Anhänger des West Coast Styles ist schon erheblich länger, angeführt wird sie seit Jahren von Jamie Beauchesne („bouschain“), der damit den Weltrekord von einer Boje bei 9,75m eingestellt hat (inzwischen von Chris Parrish um eine halbe Boje überboten).

2008 wurde der 8 Jahre alte Slalomrekord der Damen von der 20jährigen Australierin Karina Nowlan eingestellt: sie gilt für viele als der neue Inbegriff der modernen Slalomtechnik. 

Und immer mehr  Slalomfahrer, auch wenn sie sich mit Suyderhouds Prinzipien noch gar nicht auseinandergesetzt haben, wenden eine seiner Erfindungen an: das späte Aufschleudern vor dem Gate, das in seiner optimierten Version zum sogenannten „one handed gate“ führt, bei dem der Läufer im Turn vor dem Gate – analog zu einem Turn innerhalb des Slalomkurses – die linke Hand auslässt.

Auch zB. Jodie Fisher hat sich diese Variante des Setups angeeignet, obwohl sein Coaching nicht in allen Punkten mit dem West Coast Slaloms konform geht.  

Was also macht den West Coast Slalom aus?

Tatsächlich wenden wir alle zu einem gewissen Grad die Prinzipien dieser Ideen bewusst oder unbewusst seit jeher an. Jeder von uns ist nun mal den Gesetzen der Physik unterworfen und versucht, die Regeln der Mechanik zu seinem Vorteil zu nutzen.

Mike Suyderhoud hat erkannt, dass sich der Weg durch die 6 Kugeln am effizientesten gestalten lässt, wenn der Köperschwerpunkt in jeder Phase des Slalomkurses an der jeweils richtigen Stelle über dem Ski platziert wird. Seine Techniken zielen deshalb darauf ab, den Schwerpunkt („COM“ - center of mass) bei jeder Richtungsänderung (Turn) zu verschieben. Die aus seinen Überlegungen resultierende kürzeste Zusammenfassung lautet:

  • leaning ahead: in die gewünschte Fahrtrichtung lehnen
  • leaning with hips: weil sich der Körperschwerpunkt in dieser Körperregion befindet
  • countering: die Gegenbewegung des Oberkörpers ermöglicht erst das Vorauslehnen mit der Hüfte 

West Coast Slalom is a set of fundamental ideas about body positions and movements that generate balance - symmetry - power - and efficiency.